Übersicht:

Der Kärntner Grenzweg umrundet als alpiner Weitwanderweg das Bundesland Kärnten. Dieser Weitwanderweg wurde schon vor über drei Jahrzehnten angelegt, ist aber inzwischen etwas in Vergessenheit geraten. Er orientiert sich am Grenzverlauf dieses Bundeslandes, weicht jedoch in Teilen von diesem ab, um auch gut begehbar zu sein und so möglichst viele Wanderer zu erfreuen. Trotzdem ist es ein hochalpiner Weg, der entsprechende Anforderungen stellt.
Will man den gesamten Kärntner Grenzweg mit seinen 753 km Länge erwandern - einmal rundherum - ist man 1,5 - 2 Monate unterwegs.
Hier wird lediglich der nördliche Teil, der in den Hohen Tauern verläuft, beschrieben. Aber auch das sind noch ca. 160 km Wegstrecke.
Der Weg beginnt im Osten in Talort Rennweg am Katschberg und zieht sich durch das Pöllatal, vorbei am Gipfel Großer Hafner [3076 m] hinauf zur Kattowitzer Hütte, die hoch über dem Maltatal liegt. Weiter geht es, vorbei am Kölnbreinspeicher zur Osnabrücker Hütte. Von dort dann hinauf zur Großelendscharte, unterhalb des Gipfel Ankogel [3252 m] und dann weiter südlich des Tauernhauptkamms zum Hannoverhaus oberhalb von Talort Mallnitz. Von dort führt der Kärnter Grenzweg (in gleichem Verlauf wie der Tauernhöhenweg) südlich des Hauptkamms zur Mindener Hütte, dann zur Hagener Hütte und weiter zur Duisburger Hütte. Dann gehts hoch hinauf von der Fraganter Scharte zur Rojacher Hütte bis man schließlich den Gipfel des Hohen Sonnblicks mit dem Zittelhaus und dem Observatorium der ZAMG erreicht. Weiter geht es hochalpin über das Kleinfleißkees zum Gipfel Hocharn [3254 m] und weiter zum Otto-Umlauf Biwak. Auch die nächste Etappe ist anspruchsvoll, gleichzeitig aber auch aussichtsreich. Zunächst zum Hochtor an der Großglockner Hochalpenstraße und dann weiter auf wenig begangenen Steigen zum Gipfel Spielmann [3026 m]. Dort geht es dann über die Untere Pfandlscharte hinunter zum Glocknerhaus oder zum Karl Volkert Haus. Nun verlässt man die Glockner Gruppe hinüber in die Schobergruppe. Dort führt der Weg östlich unterhalb des Gipfel Großglockner [3798 m] weiter zur Salmhütte und zur Glorer Hütte, die oberhalb von Talort Kals am Großglockner liegt. Weiter geht es dann nach Südosten zur Elberfelder Hütte und dann über die Gössnitzscharte zur Lienzer Hütte. Der letzte Abschnitt führt zur Wangenitzseehütte, die malerisch an dem gleichnamigen Bergsee liegt, dann weiter zur Winklern Hütte und hinunter zur Paßhöhe des Iselsberg zwischen Talort Winklern und Talort Lienz.
Da der Weg von Gipfel zu Gipfel oder unter diesen vorbei führt, gelangt man dabei durch hochalpines Gelände und über Gletscher von wo man traumhafte Ausblicke auf dieses schöne Land hat. Aber auch einsame Almen, klare Bergbäche und grüne Berwälder säumen den Weg.

Ausgangspunkt: Rennweg am Katschberg   Endpunkt: Defreggerhof
Via: Oberer Lanischsee, Lanisch Scharte, Hocharn, Spielmann
Einkehrmöglichkeit: Kölnbreinspeicher Staumauer, Pöllatal/Kochlöffelhütte, Roaner Alm
Hütten/Biwaks/Berggasthöfe/Campingplätze: Kattowitzer Hütte, Osnabrücker Hütte, Hannoverhaus, Mindener Hütte, Hagener Hütte, Duisburger Hütte, Rojacher Hütte, Otto-Umlauft-Biwak, Wallackhaus, Glocknerhaus, Salmhütte, Glorer Hütte, Lienzer Hütte, Wangenitzseehütte
Talort(e): Rennweg am Katschberg, Malta, Mallnitz, Heiligenblut, Lienz
Mehrtagestour -- Dauer: 84 h 42 min  Strecke: 154.71 km  +11493 m  -11428 m

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Etappen:

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