Geschichte des Mallnitzer Tauernhauses

Der Wanderweg 110 ist eine der sogenannten Römerstraßen, Verkehrs- und Transportwege, die bereits in der Zeit der Römer angelegt und benutzt wurden. Der Übergang über die Korntauern, etwas östlicher, wurde sogar schon von den Kelten genutzt.

Das Tauernhaus wurde 1834 als bewirteter Unterstand für Säumer erbaut. Säumer (Wikipedia) waren die ersten Transporteure über die Alpen. Jahrhundertelang beförderten sie auf dem Rücken von Saumtieren vor allem Salz und Wein über Saumpfade über die Pässe. Mit dem Bau des Tauerntunnels (1904-1908) und der Inbetriebnahme der Bahn (Wikipedia) kam das Säumen über die Mallnitzer Tauern zum Erliegen.

1910 erwarb die DAV Sektion Hagen das Tauernhaus für 200 Gulden und stellte es als Winterraum für Skitouristen zur Verfügung.

Unzähligen Soldaten und Flüchtlingen bot das Tauernhaus nach Kriegsende 1945 oft lebensnotwendige Unterkunft. Britische Besatzungsstreitkräfte errichteten 1945 auf der Hagener Hütte ein alpines Ausbildungslager. Der gesamte Dachstuhl des Tauernhauses wurde abgetragen und als Brennmaterial auf der Hagener Hütte verwendet. Somit war das Tauernhaus dem Verfall preisgegeben.

1990/91 wurde das Tauernhaus wieder aufgebaut, 2013 nochmals renoviert und beherbergt heute einige Museumsstücke